SWISS BEEMAPPING – FreeTheBees

Swiss BeeMapping

Erfolgreich abgeschlossenes Projekt

Das Projekt Swiss BeeMapping wurde von FreeTheBees im Jahr 2021 lanciert, um eine der zentralen Wissenslücken im europäischen Bienenschutz zu schliessen: Gibt es in der Schweiz noch wildlebende Honigbienenvölker – und sind diese langfristig überlebensfähig?

Während fünf Jahren sammelte das Citizen-Science-Projekt unter wissenschaftlicher Leitung Daten zu wildlebenden Honigbienenvölkern in der gesamten Schweiz nördlich der Alpen. Freiwillige Beobachterinnen und Beobachter dokumentierten Nistplätze, überwachten deren Entwicklung und lieferten damit die Grundlage für die bislang umfassendste Datensammlung zu wildlebenden Honigbienen in der Schweiz.

Wissenschaftliche Grundlagen für den Schutz der Honigbiene

Zu Beginn des Projekts fehlten belastbare Daten über die Situation der Honigbiene als Wildtier weitgehend. Gleichzeitig wurde oft angenommen, dass freilebende Honigbienenvölker in der Schweiz praktisch nicht mehr existieren.

Swiss BeeMapping konnte diese Wissenslücke schliessen. Das Projekt dokumentierte über 400 Nistplätze wildlebender Honigbienenvölker und lieferte erstmals eine belastbare Datengrundlage zur Verbreitung, Überlebensfähigkeit und Lebensraumnutzung freilebender Honigbienen in der Schweiz.

Die erhobenen Daten wurden wissenschaftlich ausgewertet und bilden heute eine wichtige Grundlage für Forschung, Naturschutz und Biodiversitätspolitik.

Europaweite Bedeutung

Die Ergebnisse von Swiss BeeMapping fanden weit über die Schweiz hinaus Beachtung. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen unter anderem in die Neubewertung der Honigbiene auf europäischer Ebene ein und trugen dazu bei, dass die Honigbiene 2025 auf der Roten Liste der EU-27 neu als stark gefährdete Art eingestuft wurde.

Damit leistete das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion rund um die wildlebende Honigbiene und schuf eine faktenbasierte Grundlage für zukünftige Schutzmassnahmen.

Parasitenstudie und neue Erkenntnisse

Neben dem Monitoring wurde im Rahmen von Swiss BeeMapping eine europaweit einzigartige Studie zur Parasitenbelastung wildlebender Honigbienenvölker aufgebaut. Dabei werden wildlebende und imkerlich betreute Bienenvölker miteinander verglichen, um die Ursachen von Sterblichkeit, Krankheitsdruck und Anpassungsfähigkeit besser zu verstehen.

Die wissenschaftlichen Publikationen aus dieser Arbeit werden schrittweise veröffentlicht und bilden eine wichtige Grundlage für zukünftige Forschung und Schutzprogramme.

Ein Gemeinschaftswerk

Swiss BeeMapping wäre ohne das Engagement zahlreicher Freiwilliger nicht möglich gewesen. Bis Ende 2025 beteiligten sich 188 ehrenamtliche Feldbeobachterinnen und Feldbeobachter am Projekt und lieferten über mehrere Jahre hinweg hochwertige Beobachtungsdaten.

Das Projekt zeigte eindrücklich, wie Citizen Science einen wichtigen Beitrag zur Erforschung und zum Schutz der Biodiversität leisten kann.

Erfolgreicher Projektabschluss und Weiterführung

Mit dem Abschluss der ersten Projektphase wurden die ursprünglichen Ziele von Swiss BeeMapping erreicht. Die wissenschaftlichen Grundlagen zum Vorkommen wildlebender Honigbienenvölker in der Schweiz konnten geschaffen und eine europaweit einzigartige Datensammlung aufgebaut werden.

Per 2026 wurde Swiss BeeMapping als eigenständiges Projekt erfolgreich abgeschlossen.

Gleichzeitig wurden die Inhalte, Datenbestände, Forschungsaktivitäten und Monitoringstrukturen mit dem FreeTheBees Baumhöhlenprojekt zusammengeführt. Beide Projekte hatten sich über die Jahre fachlich und organisatorisch zunehmend ergänzt und verfolgten dasselbe übergeordnete Ziel: den Schutz und die Förderung einer gesunden Population wildlebender Honigbienen in der Schweiz.

Die Arbeit wird deshalb heute im neuen Programm «Forschung & Schutz» weitergeführt. Dieses vereint wissenschaftliche Forschung, Monitoring und konkrete Habitatförderung unter einem gemeinsamen Dach. Damit schafft FreeTheBees optimale Voraussetzungen, um die wildlebende Honigbiene langfristig zu erforschen, zu schützen und ihre Lebensräume gezielt aufzuwerten.

Projektstatus

Status: Erfolgreich abgeschlossen
Laufzeit: 2021–2025
Schwerpunkte: Forschung, Monitoring, Citizen Science, Biodiversität, wildlebende Honigbiene
Nachfolgeprojekt: Forschung & Schutz