Die Wichtigkeit der Waldökologie wird in Bezug auf die Bienen insbesondere von Honigbienenforschern komplett unterschätzt. Die Honigbiene ist ein Wild- und Walttier. Das ihr angestammte und optimale Habitat ist die Baumhöhle. Darüber hinaus stellen die Vielfalt an Bäumen im Wald und der Bodenbewuchs zentrale Trachtquellen dar.
Die Autorinnen und Autoren Bütler R., Lachat T., Krumm F., Kraus D., Larrieu L. haben mit dem Taschenführer der Baummikrohabitate eine wunderbare Übersicht über Bäume und deren Kleinstlebensräumen inkl. Bewohner geschaffen, veröffentlicht von der WSL, der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft. Dr. Frank Krumm ist Mitautor und wissenschaftlicher Beirat von FreeTheBees. Dr. Laurent Larrieu hielt zwei wertvolle und ausführliche Online-Referte, die auf dem Youtube Kanal FreeTheBees Switzerland angeschaut werden können.
Baumhöhle entstanden aus einem Astabbruch.
Grosse Baumhöhlen werden oft durch den Schwarzspecht vorbereitet.
Alte Bäume mit unzähligen Dendrohabitaten
Grosse Baumhöhlen sind selten geworden. Sie bedürfen alter, dicker Bäume. Bedingt durch eine ertragsorientierte Waldwirtschaft werden Bäume mit einem Durchmesser von 80 cm in der Regel geerntet und kommen in die Sägerei.
Honigbienen in Baumhöhle. Foto: Ingo Arndt
Wildlebende Honigbienen aus der Baumhöhle. Foto: Ingo Arndt
FreeTheBees hat sich langjährige theoretische und praktische Kenntnissse im Anlegen künstlicher Baumhöhlen geschaffen. Diese sollen nicht nur Bienenvölkern, sondern auch allen anderen höhlenbewohnenden Arten und Artengemeinschaft Unterschlupf und Lebensraum bieten.
Neben Stammhöhlen im lebenden Baum werden künstliche Nisthilfen mit baumhöhlenähnlicher Qualität im Schreineratelier hergestellt und an geeignete Ort gebracht.
Ein Baumpfleger von FreeTheBees montiert einen SwissTree auf einem Baum
Ein traditionell arbeitender polnischer Zeidlermeister an seiner Zeidlerhöhle.
Ein modern arbeitender Baumpfleger schlägt eine Höhle in den lebenden Baum.
Die Vielfalt an Bäumen kann entscheidend dazu beitragen, ob Bienen im Wald überhaupt überlebensfähig sind. Ein wichtiges Beispiel ist die Linde, welche über die sogenannte Trachtlücke blüht. Also nach dem Verblühen der Obstbäume und Felder im Frühling.
Aber auch die Waldstruktur ist entscheidend. So beispielsweise lichte Waldstücke und diverser Bodenbewuchs.
Eine gute Übersicht über Trachtpflanzen im Wald hat die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft geschaffen.
Trachtpflanzen im Wald. Quelle: https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/nebennutzung/sonstige-nebennutzungen/die-honigbiene-im-wald
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