Die Honigbiene nimmt eine besondere Rolle ein: Sie ist zugleich Wildtier und Nutztier. In der Schweiz wird sie überwiegend im Rahmen der Imkerei gehalten, während wildlebende Honigbienenvölker selten sind und bislang nur begrenzt systematisch erfasst und berücksichtigt werden. Diese Konstellation beeinflusst die natürliche Anpassungsfähigkeit der Art und erhöht ihre Abhängigkeit von menschlichen Eingriffen. Neben dem Artenschutz in der Natur verdient die Honigbiene in der Imkerei eine artgerechtere und naturnähere Haltung. FreeTheBees hat hierfür die notwendigen Konzepte erarbeitet und zusammengestellt.
Ja, Honigbienen können mit der Varroamilbe koexistieren, wenn sie in geeigneten Habitaten leben und der natürlichen Selektion unterworfen sind. Wissenschaftliche Studien, nichtbehandelnde Imker und die Beobachtungen wildlebender Völker belegen das eindrücklich. Das Schwärmen ist dabei ein zentraler natürlicher Mechanismus zur Reduktion des Parasitendrucks: Beim Schwarmakt unterbricht die Brutpause den Vermehrungszyklus der Milbe.
Nein. Internationale Studien zeigen, dass das Krankheitsrisiko eher umgekehrt verläuft: von Imkereien mit hoher Völkerdichte auf wildlebende Völker. Konventionelle Imkerei mit Massenhaltung begünstigt die Verbreitung von Viren, Pilzen und Parasiten. Wildvölker in Baumhöhlen entwickeln dagegen eine höhere natürliche Resilienz, weil nur resistente Kolonien überleben und ihre Gene weitergeben.
FreeTheBees hat neben wildlebenden Bienenvölkern alle bekannten Imkerpraktiken analysiert und daraus 5 unterschiedliche Haltungsmethoden abgeleitet. Die entsprechende Tabelle unterscheidet Intensitätsgrade in der Haltung. Auf der einen Seite dienen «wildlebende Honigbienen» als Referenzpunkt. Auf der anderen Seite setzt die «Intensive Honigimkerei» die Referenz. Dazwischen werden die Hauptmethoden «Naturnahe Bienenhaltung» und «Extensive Honigimkerei» abgeleitet. Zur FreeTheBees Imkermethodik
Ausdrücklich NEIN! Die Methodik wurde für Imkerinnen, Imker und Naturfreunde entwickelt. Sie soll das Bewusstsein für die Intensität der Haltung fördern und aufzeigen, mit welchen Veränderungen man seine Haltungsform nach eigener Zielsetzung optimieren kann. Nach rechts wird die Haltung intensiver, der Honigertrag steigt, aber die Komplexität und das notwendig Imkerwissen steigen. Nach Links wird es einfacher, weniger zeitaufwändig, naturnäher, aber der Honigertrag bleibt aus. Zur FreeTheBees Imkermethodik
Die Wahl der Behandlungsform wird sinnvollerweise an der Intensität der gewählten Imkermethodik ausgerichtet. Wer Bienen intensiver hält und von ihnen mehr Honigertrag erwartet, kommt kaum um ein Varroabehandlung herum. Wer die Bienen der Natur überlässt, muss und darf nicht behandeln. Für die Extensive Honigimkerei empfiehlt FreeTheBees chemiefreie, aber sehr wirksame Eingriffe nach Dr. Ralph Büchler, konkret sind dies die Komplette Brutentnahme und das Bannwabenverfahren. Zur FreeTheBees Imkermethodik
Die Wahl des entsprechenden Bienenhabitates ist zentral. Sie erfolgt nach der Wahl der entsprechenden Bienenhaltungsmethodik entlang der FreeTheBees Imkermethodik. Wildlebende Honigbienen gehören in ein möglichst naturnahes Habitat wie eine Baumhöhle. Naturnah gehaltene Honigbienen profitieren von diffusionsoffenen Beutendeckeln und von einer guten Isolation. Bei der Extensiven Honigimkerei wählt man eine einigermassen gutisolierte Beute, meist jedoch rechteckig und mit mobilen Wabenrähmchen versehen. Konventionelle Imker mit Interesse an einem möglichst hohen Honigertrag setzen auf konventionelle Beutensystem wie Dadant, Segeberger, Schweizerkasten, etc. Die sind auf Imkerkomfort ausgerichtet, bieten den Bienenbedürfnissen in Sachen Artgerechtigkeit aber kaum mehr gerecht. Zur FreeTheBees Imkermethodik