Das Bienensterben wird in der Öffentlichkeit verzerrt betrachtet. Ursachenbasierte Lösungen erfordern ein klares Verständnis der Problematik. Konkret der sichtbaren Symptome und der dahinterliegenden Ursachen.
Die Honigbiene verschwindet nicht – sie wird heute so intensiv gehalten wie nie zuvor. Was verschwindet, sind wildlebende Populationen und viele andere Bienenarten. Ursprünglich gab es mehr als 600 heimische Bienenarten in der Schweiz.
Nie zuvor wurden in der Schweizer Natur so viele Honigbienen verzeichnet, wie sie heute in der Imkerei gehalten werden – und trotzdem sprechen wir vom Bienensterben.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
Paradox?
Die wirtschaftlichen Kriterien unterliegende intensive Honigimkerei der Schweiz wird paradoxerweise fast ausschliesslich als «Hobby» betrieben. Wirtschaft und ökologisch betrachtet wäre die Bestäubungsleistung sehr viel wichtiger als der Honigertrag. Und gerade die Bestäubungsleistung wäre durch die Imkerschaft sehr viel naturnäher erbringbar, als die Honiggewinnung!