Dem Bienenhabitat kommt eine besondere Bedeutung zugute. Sie wirken sich direkt auf die Gesundheit, die Anpassungsfähigkeit und die Resilienz von Bienenvölkern aus. In der Imkerei entscheiden sie über Ertrag und Nutzerfreundlichkeit. Biologie und Artenschutz stehen im Spannungsfeld mit dem Imkerkomfort und der Wirtschaftlichkeit.
Das Bienenhabitat wird entlang der Imker- oder Bienenhaltungsmethodik ausgewählt und nicht umgekehrt. So eignet sich beispielsweise ein Schweizerkasten (System Bürki) hervorragend zur wirtschaftsorientierten Gewinnung von Honig im (Deutsch-)Schweizer Bienenhäuschen. Bereits die extensiveren Methoden sind im Schweizerkasten eher umständlich, hierfür eignen sich Beutensystem wie Dadant, die in der Romandie vorherrschen. Naturnahes Imkern ist mit solchen System schlichtweg unmöglich. Hierfür greifen Bienenhalterinnen und Bienenhalter beispielsweise auf Kästen nach Emile Warré zurück. Wer es noch natürlich haben möchte, nimmt SwissTrees, Strohbeuten aller Art, Klotzbeuten, Terrakotta wie auch weitere Systeme. Das natürlichste aller Habitate, welches der Baumhöhle am nächsten kommt, ist zweifelsohne die Zeidlerhöhle im lebenden Baum, angelehnt an die Betriebsweise des mittalterlichen Imkers.
Übersicht über Bienenhabitate und Imkermethodik nach FreeTheBees